40 Jahre EDV an der RWS – ein Rückblick

Von Willi Heider, StD, Systembetreuer a. D.; Stefan Langer, Systembetreuer

Informationstechnologie begleitet uns heute auf Schritt und Tritt. Allein das Smartphone in unserer Hosentasche besitzt eine deutlich größere Rechenleistung als alle Supercomputer, welche die NASA für die Mondlandungsmissionen eingesetzt hatte.

Arbeit an der Siecomp, 1983

1978 dagegen, um es mit der Songwriterin Sandi Thom zu sagen, „computers were still scary“, und und ebenso furchteinflößend waren die Kaufpreise der Rechner. Dennoch investierte die Stadt Augsburg die Summe von 120.000 DM – für diese Summe hätte man damals übrigens sechs fabrikneue Mercedes E-Klasse-Limousinen und vom Wechselgeld noch einen VW Golf anschaffen können – in einen Siemens-Großrechner SlECOMP 310: Ein „Ungetüm“ mit dem Volumen eines größeren Schreibtisches. Er hatte keine Festplatte, die Arbeitsspeicherkapazität wurde von zunächst 128 KB auf 256 KB erweitert, es konnten vier Bildschirme angeschlossen werden. Fünf Lehrer (Wimbauer, Dischler, Zeller, Umlauf und Heider) trauten sich vorsichtig an dieses Ungeheuer heran und lernten neben DOS und Basic auch schnell die Technik der Datensicherung, denn ein versehentlich gleichzeitig gegebener Druckauftrag überforderte die Maschine und führte zum augenblicklichen Systemabsturz.

Vier Jahre später wurde der erste Saal mit 16 „stand-alone Geräten“ eingerichtet, diese hatten immer noch keine Festplatte. Wozu auch? Nachdem das Betriebssystem DOS von einer 5½-Zoll-Diskette geladen war, wurde die Diskette mit der Standardsoftware eingelegt. Word, Multiplan, Dbase und GW-Basic beanspruchten nicht mehr als 256 KB! Die eigenen Dateien speicherte man auf einem zweiten Diskettenlaufwerk ab und druckte sie auf dem angeschlossenen langsamen, dafür sehr lauten Nadeldrucker aus.

Die Säle zwei und drei kamen 1985/86, und mit ihnen die Novell-Vernetzungstechnik und die neue Prozessorgeneration Intel 80186/80286. Unterrichtet wurde neben den Standardapplikationen erstmals auch die Finanzbuchhaltungssoftware.

Einzelplätze mit Nadeldruckern, 1995

Ein weiterer Meilenstein war das Schuljahr 1996/97. Der fünfte Computersaal – vom Förderverein gestiftet – wurde in den Weihnachtsferien vom Systembetreuer (Heider) und zwei Schülern (Bohm, Hofner) installiert, vernetzt und an das Internet angeschlossen. Die RWS gehörte somit zu den ersten Schulen Bayerns mit Internetanschluss! (Man beachte: „Surfen“ im Internet war 1996 auf der Cebit in Hannover immer noch eine kleine Sensation.) Die erste Homepage stellten bei der „Einweihung“ o. g. Schüler der damaligen Schulreferentin und der Presse vor. Die stolze Hardwareausstattung bestand aus einem Pentiumprozessor mit 100 MHz, aus einer 300MB-Festplatte und 8 MB RAM.

In den folgenden zehn Jahren wurden noch zwei weitere Computersäle und ein Funknetzwerk unter der Regie von Systembetreuer Willi Heider installiert. Seinem Nachfolger übergab Herr Heider 2006 ein Netzwerk mit ca. 150 PCs und zwei Servern. Unser ehemaliger Schüler, Herr Philipp Göllner, leistete Herrn Heider und Herrn Langer in dieser Übergangszeit unschätzbare Unterstützungsarbeit, auch zu unchristlicher Stunde.

2007 richtete der neue Systembetreuer einen achten Computersaal ein und vernetzte die Übungsfirma Mahler; 2008 ging mit Saal 9 ein weiterer EDV-Saal mit 30 Arbeitsplätzen ans Netz. Durch die Einrichtung neuer und die Vergrößerung bestehender Säle und Übungsfirmen verdoppelte sich die Zahl der Rechner in den letzten zehn Jahren auf über 300 – dazu kommen noch einmal ca. 80 private Geräte von Lehrkräften, die im Unterricht eingesetzt werden.

Heute teilen sich an der RWS gerade einmal zwei Schüler einen Rechner. Ein äußerst umfangreiches Netzwerk verbindet Arbeitsplätze in allen Gebäudeteilen mit den mittlerweile virtualisierten Servern. Unterrichtsausfall wegen Computerproblemen gibt es schon seit Jahren nicht mehr.

Die RWS-EDV ist Vorbild: Systembetreuer aus ganz Bayern werden bei uns im Rahmen von Schulnetzkursen der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung aus- und weitergebildet.

Die gesamte Einrichtung, Wartung und Pflege von Hardware und Software erledigt die RWS dabei aus eigener Kraft: Nicht nur die Rechner, auch die Saalbetreuer, der Systemadministrator und nicht zuletzt engagierte Schüler bilden ein sehr effizientes „Netzwerk“, das den täglichen Betrieb der EDV 40 Jahre lang erfolgreich gewährleistet hat. Unsere Schüler und ihre Eltern können auf unser Know-How und unseren Einsatz vertrauen.

Mit den Neuvernetzungsmaßnahmen im Rahmen der Brandschutzsanierung verbinden die Lehrkräfte der RWS daher auch die Erwartung, ein ebenso zuverlässiges und für Innovationen offenes Netzwerk bereitgestellt zu bekommen, wie die Schule es seit den Siebziger Jahren gewohnt ist. Auch wenn die Verantwortlichen beim Sachaufwandsträger entsprechende Zusagen gemacht haben – ein bisschen „scary“ sind Neuanfänge doch immer.

Klasse 8d besucht das Textil- und Industriemuseum Augsburg (TIM)

Text: Awraam Metaxas, 8d

Zunächst einmal wurden wir als wir ankamen in zwei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe bekam ihren eigenen Museumsführer, der/die die jeweilige Gruppe durchs Museum begleitete und uns die Ausstellungsstücke im Museum näher brachte.

Im Mittelalter war das Spinnen und Weben reine Handarbeit, später kam der Maschineneinsatz.
Die Fabriken waren das Zentrum der jeweiligen Viertel. Um ihre  eigene Zukunft zu sichern, hatten die Familien sehr viele Kinder, um diese zum Arbeiten zu schicken, denn ab 6 Jahren musste man schon arbeiten. Später durfte man erst ab 10 Jahren arbeiten; dazu führte, dass die Regierung sich bewusst wurde, dass, wenn ein Kind schon mit 6 Jahren angefangen hatte zu arbeiten, Mitte 20 schon körperlich am Ende war, und somit nicht als Soldat ausgebildet werden konnte.
Im Mittelalter gab es sogenannte Zünfte (Gemeinschaften) und in der Neuzeit Arbeiter/Direktoren, somit folgte eine Spaltung der Gesellschaft. Die Maschinen werden mit der Zeit immer schneller, am Anfang sorgt das sogenannte Schiffchen für die Schnelligkeit, später erfolgte der „Schuss“ mit Druckluft. Die Maschinen lassen sich immer leichter steuern, erst mit dem Lochstreifen, später mit dem Computer.
Mir hat es sehr gut gefallen, dass wir die einzelnen Stoffe, z. B. Baumwolle, anfassen konnten. Ich fand es außerdem super, dass wir den Webstuhl mal ausprobieren durften, und dass uns die einzelnen Maschinen und ihre Entwicklung mit der Zeit vorgestellt wurden, sowie auch die Entwicklung der Mode. Es war auch echt klasse, dass wir so viel ausprobieren durften. Es war als würde man zurück in die Vergangenheit reisen können.
Ich fand die Exkursion super, sie hat mächtig Spaß gemacht.
tim8d2016-1

Jahresbericht Systembetreuung

Der nachfolgende Artikel sollte im Jahresbericht 2015 erscheinen, wurde jedoch aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht abgedruckt und wird deshalb auf diesem Weg veröffentlicht.

Aus der EDV-Systembetreuung

Seit gut 30 Jahren besitzt die RWS eine pädagogische EDV-Anlage, die im Laufe der Jahre konstant vergrößert wurde, bis sie das heutige Ausmaß von neun Computersälen, vier Übungsfirmen, PCs in diversen Fachräumen und ein flächendeckendes WLAN erreichte. Das Netzwerk erstreckt sich mittlerweile in jeden Gebäudeteil und muss natürlich auch in der angelaufenen Baumaßnahme zur Brandschutzertüchtigung berücksichtigt werden.

Hier bietet sich für die Schule und die Stadt Augsburg ein optimales Zeitfenster, die EDV nicht nur an der RWS, sondern auch bei unseren Kollegen an der FOS / BOS zeitgemäß und zukunftssicher neu zu gestalten: Alle bisher im Laufe der Zeit „gewachsenen“ Netzwerkkabel werden entfernt, nachdem eine neue Zentralvernetzung im Haus installiert wurde. Alle Anschlüsse im Haus laufen hierbei über Kupferkabel und Glasfaserleitungen in einem zentralen Knotenpunkt zusammen; eine Trennung verschiedener Netze wird über VLANs, virtuelle lokale Netze, erreicht. So wird es künftig mit geringem Aufwand möglich sein, einen Raum umzufunktionieren (z. B. bei einem Raumtausch RWS / FOS). Zudem sollen nach aktuellem Stand der Planung alle Räume im gesamten Haus einen EDV-Anschluss erhalten, und auch die Turnhallen sollen über eine Glasfaserverbindung an das Hausnetzwerk angeschlossen werden. Ein besonderes Augenmerk wurde bei einer zweitägigen Begehung aller Räume im Mai 2015 auf die besonderen Erfordernisse der Übungsfirmen und PC-Säle gelegt: Das pädagogische Konzept der Wirtschaftsschule unterscheidet sich hier in wesentlichen Punkten von anderen Schularten. Eine wesentliche Aufgabe des Systembetreuers war es hierbei, den am Planungsprozess Beteiligten (Architekturbüro, Schulverwaltungsamt, Abteilung IT-Netze der Stadt Augsburg) den entsprechenden Einblick in unsere didaktische Vorgehensweise zu vermitteln.

Für den Lehrbetrieb ist eminent wichtig, dass der RWS im Zuge längerer Verhandlungen weiterhin eine eigenständige Verwaltung des pädagogischen Netzwerks einschließlich der Clients, Server und des WLAN garantiert wurde. Auch die Systembetreuer an der FOS/BOS, mit welchen schon im Vorfeld der Bauplanung eine sehr erfreuliche, kollegiale Kooperation bestand, werden an ihrem erprobten System festhalten.

Die Baumaßnahmen im Bereich EDV sollen voraussichtlich im Winter/Frühjahr 2016 beginnen. Ab diesem Zeitpunkt wird es immer wieder nötig sein, flexibel umzuplanen und provisorische Netzwerkverbindungen aufzubauen, um einen möglichst störungsfreien Betrieb unserer Datensäle und Übungsfirmen aufrecht zu erhalten. Höchste Priorität haben dabei die Abschlussklassen, die auch einen Teil ihrer Prüfungen am Rechner absolvieren. Sollte ein Datensaal tatsächlich durch eine Baumaßnahme vom Netzwerk abgeschnitten werden, ist der Lehrbetrieb offline durch ein alternatives lokales Login weiterhin möglich – dafür wurde bei der Installation der Geräte bereits vorausgeplant.

Mein besonderer Dank gilt auch unserem Hausmeisterteam, ohne die Betrieb und Wartung unseres Netzwerks gar nicht möglich wäre.

In die Konzeption einer Neuvernetzung, welche die EDV-Bedürfnisse für die kommenden Jahrzehnte abdecken soll, muss selbstverständlich enorm Zeit investiert werden. Umso erfreulicher ist, dass unser EDV-System im vergangenen Schuljahr gewohnt stabil funktionierte, auch dank unserer virtualisierten Server, die sich seit diesem Jahr auch selbsttätig sichern. In unserem Netzwerk werden die Installationsrichtlinien der Initiative „Schulnetz“ der Akademie für Lehrerfortbildung, Dillingen, konsequent angewendet; auch deshalb fanden an der RWS wieder zwei Fortbildungen für Systembetreuer aus ganz Bayern statt.

Im Rahmen des Leasingprogramms der Stadt Augsburg erwarb die RWS weitere 56 hochmoderne Fujitsu-Rechner, um veraltete Geräte zu ersetzen; acht dieser PCs wurden für die neu eingerichtete Schülerbibliothek verwendet. Wie schon im vergangenen Jahr stellte uns auch heuer wieder die Firma Fonds Finanz Maklerservice, München, über den Förderverein der RWS eine großzügige Spende in Form von 13 gebrauchten, aber hochqualitativen PCs zur Verfügung – und wieder einmal übernahm den Transport unser Herr Thies, der seit vielen Jahren nicht nur immer mit VW-Bus und Anhänger parat stand, sondern den Systembetreuer und die ganze Schule auch in unzähligen anderen Dingen immer wieder unterstützte und heuer in den wohlverdienten Ruhestand geht. Tausend Dank, Holger, Du wirst fehlen!

 S. Langer, Systemadministrator

Englandfahrt 2015 – Tagebuch

von Valeria Pudrikov und Alina Fischer, 9BM

Am Samstag, dem 11.04.2015 trafen sich 93  Schüler und 8 Lehrer der 9. Klassen an der RWS zur Englandfahrt. Die Fahrt begann um 23:30 Uhr,  die Stimmung war gut.  Die Schüler konnten vor Aufregung nicht schlafen und waren somit die halbe Nacht wach. Am Morgen sind doch viele von uns eingeschlafen, jedoch nur für paar Stunden. Gegen 10 Uhr morgens begannen die ersten Referate. Diese gingen über Themen wie Britische Kultur, Städte, Sänger und über die Ziele, die wir in dieser Woche besuchen sollten. Es war interessant und lehrreich. Nach dem letzten Referat wurde es im Bus wieder ruhiger und wir konnten wieder schlafen. Nach einer 19 Stündiger Busfahrt erreichten wir nun endlich Brighton, wo die Gasteltern auf uns warteten. Viele waren aufgeregt und gespannt, wie ihre Gastfamilie sein wird. Weiterlesen

Englandfahrt 2013 – Reisebericht

Die Vorfreude auf die Englandfahrt der 9. Klassen war dieses Jahr wieder ziemlich groß. Am Sonntag, den 7. April um 5 Uhr in der Früh ging es dann endlich los.

Nach etwa 15 Stunden und einer Strecke durch Belgien, Holland und Frankreich, haben wir dann den Zug nach England erreicht und sind von dort aus direkt nach Brighton gefahren. Am Treffpunkt wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt.

Am nächsten Tag haben wir uns alle getroffen und sind mit dem Bus in die Stadt gefahren. Dort haben wir uns den Royal Pavillon und das „Sealife“ angeschaut. Aber auch zum Shoppen war noch genügend Zeit.

Gegen 19 Uhr sind wir dann wieder am Treffpunkt von den Familien abgeholt worden.

Am Dienstag sind wir nach Winchester gefahren und hatten dort eine Führung in der Kathedrale. Anschließend haben wir noch ein Automuseum besucht, in dem es auch eine James Bond Ausstellung gab. Am Mittwoch sind wir zum Leeds Castle gefahren und sind danach wieder nach Brighton gefahren und hatten dort Zeit in einem Supermarkt namens „ASDA“ einzukaufen. Es blieb sogar noch eine Stunde übrig, um in der Stadt Souvenirs zu besorgen.

Am Donnerstag sind wir mit der Fähre auf die Insel „Isle of Wight“ gefahren und sind dort etwa zwei Stunden gewandert. Danach haben wir eine Burg besichtigt. Als wir dann gegen 9 Uhr wieder bei den Familien waren, hieß es Koffer packen für Freitag.

Und dann war es endlich so weit, wir sind in der Früh um 07:15 Uhr nach London gefahren. Dort angekommen, haben wir erst mal die berühmten Sehenswürdigkeiten wie den Big Ben oder den Buckingham Palace mit dem Wechsel der Wachen angeschaut. Danach sind wir in vier Gruppen aufgeteilt worden und sind entweder zum London Eye, Tower of London, Science Museum oder der London Bridge gegangen. Anschließend hatten wir etwa zwei Stunden Zeit um uns selbst umzusehen und sind dann gegen 18 Uhr gemeinsam zum Theater gegangen, wo wir uns das Musical „Thriller“ von Michael Jackson angeschaut haben.

Um etwa 24 Uhr ging es dann von London aus endlich nach Hause.

M. Marciano und K. Fleischbein, 9C

Besuch der Klasse 8mC im Textil- und Industriemuseum

image
Vorführung einer Webmaschine

„Die Schülerinnen und Schüler erkennen, wie die Industrialisierung die Lebenswelt in Deutschland und Europa in allen Bereichen nachhaltig verändert hat“ – so steht es im Geschichtslehrplan der achten Klasse. „Erkennen“, das geht am besten dort, wo Geschichte passiert ist. Augsburg beheimatet seit 2010 in den Hallen der ehemaligen Augsburger Kammgarn-Spinnerei das hervorragend gestaltete staatliche Textil- und Industriemuseum, kurz „TIM“. Im Rahmen einer zweistündigen Führung durfte die Klasse 8mC dort selbst ausprobieren, welch harte Arbeit die Bedienung eines handbetriebenen, traditionellen Webstuhls ist. Die Einführung von Webstühlen, die mit Wasser- oder Dampfkraft betrieben wurden, war jedoch ein zweischneidiges Schwert: Augsburg wurde ein bedeutender Industriestandort, wuchs enorm, exportierte bedeutende Mengen – doch die Weber arbeiteten nun nach dem Takt der lärmenden Maschinen, verloren an Ansehen und Lohn. Weiterlesen