Ein Vormittag bei der Augsburger Allgemeinen Zeitung
Am 24. März 2026 machte sich die Klasse 10za im Rahmen des ZiSch-Projekts auf den Weg zur Augsburger Allgemeinen nach Lechhausen, um im Rahmen einer Betriebsführung einen Blick hinter die Kulissen einer modernen Tageszeitung zu werfen. Begleitet von Frau Lück und Frau Piller begann die Betriebsführung mit einem freundlichen Empfang durch zwei Mitarbeiter, die für die Redaktion und den Verlag tätig waren. Schon hier wurde deutlich: Hinter jeder Ausgabe steckt weit mehr als nur das Schreiben von Artikeln.
Zunächst erhielten die Schülerinnen und Schüler einige spannende Einblicke in die Arbeit einer Redaktion. Es wurde erklärt, wie Themen ausgewählt, sorgfältig recherchiert und schließlich zu fertigen Artikeln verarbeitet werden. Dabei spielt nicht nur Schnelligkeit eine große Rolle, sondern vor allem auch Genauigkeit und Verantwortung – denn die Leserinnen und Leser sollen sich schließlich auf die Informationen verlassen können. Hier wurde auch deutlich, wie wichtig es ist, Informationen aus etablierten Quellen wie der Augsburger Allgemeinen zu beziehen, da diese sorgfältig recherchiert und geprüft werden – im Gegensatz zu vielen ungeprüften Nachrichten im Internet, die sich schnell verbreiten, aber nicht immer der Wahrheit entsprechen.
Nach einem historischen Blick auf die Entwicklung der AZ seit ihrer Gründung durch Curt Frenzel und Johann Wilhelm Naumann im Oktober 1945 als „Schwäbische Landeszeitung“, die nur durch die berühmte „Lizenz Nr. 7“ möglich war, ging es weiter in Richtung Druckerei, wo die Theorie auch greifbar wurde. Die „MAN Colorman XXL“, eine Rollenoffset-Druckmaschine (die bald schon durch ein noch modernes Modell ersetzt werden wird), beeindruckte uns durch ihre Größe: Mit hoher Geschwindigkeit und Präzision werden hier täglich tausende Zeitungen produziert. Wir entdeckten, wie die frisch gedruckten Exemplare in ein Fördersystem gelangen und in der „Einstecktrommel“ mit Prospekten und anderen Zeitungsteilen bestückt werden. Die Zeitungen werden sortiert, gebündelt und schließlich auch an Abgabestellen und Abonnenten verteilt. Nur durch ein gut organisiertes Zusammenspiel aller Abteilungen kann sichergestellt werden, dass die Augsburger Allgemeine als Printausgabe jeden Morgen pünktlich im Briefkasten oder im Supermarkt oder als digitale Ausgabe auf dem Smartphone (oder einem anderen digitalen Endgerät) der Leser erscheint.
Die Betriebsführung zeigte eindrucksvoll, wie viele Schritte und wie viel Teamarbeit verschiedenster Abteilungen nötig sind, um täglich verlässliche und aktuelle Nachrichten bereitzustellen. Zum Abschluss bekam jeder von uns noch eine „druckfrische“ erste Seite der „heutigen“ AZ mit einem Foto zur Erinnerung. Für die Klasse 10za war das insgesamt ein abwechslungsreicher und lehrreicher Vormittag, der den Blick auf Medien und Journalismus geschärft und vor allem gezeigt hat, wie viel Arbeit hinter einer Tageszeitung steckt!
Kerstin Lück


