RWS Schüler sammeln: „500 Deckel für 1 Leben ohne Kinderlähmung“

Polio-Deckel-Aktion „500 Deckel für 1 Leben ohne Kinderlähmung“

Im März 2015 startete das Projekt „500 Deckel gegen Polio“. Warum beteiligten sich die Schüler/innen von der RWS?

Polio, bei uns auch Kinderlähmung genannt, ist eine in Europa fast ausgerottete Krankheit. Jedoch in Ländern wie Pakistan, Afghanistan und Nigeria existiert diese Krankheit immer noch, weil sich ein großer Teil der Bevölkerung die Impfung nicht leisten kann.

Als wir erfuhren, dass für 500 Plastikdeckel die Kosten für eine Schutzimpfung finanziert werden kann, waren wir erstaunt, dass man mit „Müll“ Leben retten kann. Wir beschlossen bei dieser Aktion mitzumachen und sind begeistert über das Engagement unserer Mitschüler. Jeden Mittwoch kamen die Klassensprecher in unser SMV-Zimmer und gaben ihre Schätze bei uns ab. Vor allem die 9 EH hat sich dabei hervorgetan. Sie brachten uns die meisten Deckel.

Am Freitag, den 08.07.2016 kam Herr Mutzenbach vom Rotary Club München, holte die blauen Säcke mit 58 kg !!!! Plastikdeckel ab um diese zur Sammelstelle nach München zu bringen.

Vielen, vielen Dank an euch Sammler und an Herrn Mutzenbach.

Eure Schulsprecher  Helmuth Straßer, Marco Stippler, Marc Gjini

RWS macht sich für die 5-stufige Wirtschaftsschule stark

Am Abend des 16.02.2016 konnten der Vorsitzende des VLB, Jürgen Wunderlich, und der Schulleiter der städtischen Reischleschen Wirtschaftsschule Augsburg, Bernhard Dachser, beim Oberbürgermeister der Stadt Augsburg und stellvertretenden Vorsitzenden der CSU, Dr. Kurt Gribl, vorsprechen, um ihre Argumente für die Ausweitung des Schulversuchs zur fünfstufigen Wirtschaftsschule darzulegen. Mit Hermann Köhler, dem Bildungsreferenten der Stadt Augsburg war ein weiterer Unterstützer der Forderung nach einem breiter angelegten Schulversuch an diesem Gespräch beteiligt. Nach einem kurzen Überblick, wo im bayerischen Schulsystem die Wirtschaftsschule verortet ist, konnte Herr Dachser sehr schnell erklären, dass die Fünfstufigkeit enorm wichtig für den Fortbestand der Wirtschaftsschule ist. Dabei stellt die Einführung der sechsten Jahrgangsstufe für alle Beteiligten nur Vorteile dar:

Für die Schüler und deren Eltern
Der Druck auf die Familie, deren Kinder gerade in der Übertrittsphase nach der vierten Klasse sind, ist riesig. Viele Kinder treten in eine Realschule oder ein Gymnasium über, obwohl für sie noch ein Jahr der Entwicklung an der Mittelschule so sehr wertvoll wäre. Oft können sich diese Kinder, wenn die Leistungsträger aus der Grundschule in die weiterführenden Schulen gewechselt sind, freier entwickeln und ihre Stärken ausprägen. Nach der fünften Klasse, der Gelenkklasse, stehen dann vier Optionen zur Wahl. Realschule oder Gymnasium – mit einem Wiederholungsjahr – sowie Wirtschaftsschule oder Mittelschule evtl. mit dem Mittlerer-Reife-Zug – ohne Wiederholungsjahr.

Für die Mittelschulen
Mit der Option, am Ende der fünften Klasse ohne ein Wiederholungsjahr in die Wirtschaftsschule übertreten zu können, gehen den Mittelschulen keine Schüler verloren. Im Gegenteil – Leistungsfähige, noch Unentschiedene verbleiben für wenigstens ein Jahr an ihrer Mittelschule und heben damit auch das Niveau der Gruppen.

Für die Wirtschaftsschulen
Für die meisten Eltern sind die zwei Jahre zwischen der vierten und sechsten Jahrgangsstufe zu lang, um sich für den Übertritt an die fünfte Klasse der Mittelschule zu erwärmen. Mit der Möglichkeit, von der fünften in die sechste Klasse der Wirtschaftsschule übertreten zu können, ergibt sich für die Eltern eine völlig neue Perspektive – der Weg über die Wirtschaftsschule zur Mittleren Reife. Wenn leistungsstarke Kinder dieses Angebot wahrnehmen, dann kann die Wirtschaftsschule auch ihre hohen Qualitätsstandards erhalten. Dabei wird die fünfstufige Wirtschaftsschule den Freistaat finanziell nicht belasten, sondern eher entlasten, weil die dadurch verbesserte, nahtlose, vertikale Durchlässigkeit teure Wiederholungsjahre an Realschule und Gymnasium zu vermeiden hilft.
Herr Wunderlich stellte heraus, dass die Wirtschaftsschule die ganz besondere unter den beruflichen Schulen darstellt und von allen Seiten als erhaltenswertes Juwel geschätzt wird. Gerade die Betriebe aus Handel und Verwaltung übernehmen die Absolventen der Wirtschaftsschule wegen ihrer praxisnahen Vorbildung gerne in Ausbildungsverhältnisse.

Herr Dr. Gribl zeigte sich beeindruckt und überzeugt, dass die Entwicklung der Wirtschaftsschule in die Fünfstufigkeit ein wichtiger Schritt zum Erhalt dieser geschätzten Schulart ausmacht. Er sicherte zu, dass er sich in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender der CSU in Bayern politisch für die Ausweitung des Schulversuchs einsetzen würde, zumal ihm klar wurde, dass ein Schulversuch, an dem lediglich fünf Schulen beteiligt sind, nicht die erforderlichen Erkenntnisse liefern kann, um aussagekräftig evaluiert werden zu können. Die Forderung, jeden Regierungsbezirk und jede Trägerschaft am Schulversuch zu beteiligen konnte er uneingeschränkt teilen.

Am Ende des Gesprächs bekräftigten Herr Köhler und Herr Dr. Gribl, dass die Stadt Augsburg nach wie vor sehr daran interessiert ist, sich am Schulversuch zu beteiligen, sodass man erwarten darf, dass nach diesem Gespräch der politische Wille zur Unterstützung des Schulversuchs in der Regierungspartei befördert wird.

Bernhard Dachser

Sie machen sich für die 5-stufige Wirtschaftsschule stark:
im Bild von links: Hermann Köhler, Bernhard Dachser, Dr. Kurt Gribl und Jürgen Wunderlich