Gründungsgeschichte

Informatives zur Gründungsgeschichte 

Die Gründungsversammlung des Fördervereins der Reischleschen Wirtschaftsschule fand am 02.06.1969 statt. Als erster Vorsitzender wurde Herr Franz Garreis gewählt. Hauptziel des Vereins war eine Verbesserung der räumlichen Situation der Schule.

Seit der Gründung im Jahre 1905 konnte die Reischlesche Handelsschule für Mädchen (so der offizielle Name bis 1971) über kein eigenes Schulhaus verfügen. 1969 war die Schule auf drei Schulhäuser aufgeteilt, nämlich auf die Löweneck Schule, die Schönsperger Schule und die Pestalozzi Schule in Oberhausen. Durch viele gemeinsame Aktionen des Fördervereins zusammen mit der Schulleitung und örtlichen Politikern gelang es, den Stadtrat dazu zu bringen, einem Schulhausneubau am Alten Postweg zuzustimmen. Am 02.05.1975 erfolgte der Spatenstich und am 15.09.1977 begann der Unterricht in den neuen Räumen. Damit war ein wichtiges Ziel des Vereins erreicht.

Der Förderverein wandelte sich in der Folgezeit unter den Vorsitzenden Bernhard Zeller und später Willi Heider eher zu einer Ehemaligenorganisation, die durch umfangreiche Spenden zur Qualitätssicherung von Bildung und Erziehung an der RWS beitrug.

In den achtziger Jahren etablierte sich das Fördervereinsfest zu einem festen Bestandteil im Ablauf des Schuljahres. In diese Zeit fiel auch eine wichtige Aktion des Vereins: Sparbeschlüsse des Stadtrats führten zu Überlegungen des damaligen Oberbürgermeisters Hans Breuer, durch Schließungen und Verschiebungen von Schulen Ausgaben zu mindern. Für die RWS war ein Auszug aus ihrem Schulgebäude in das Gebäude der Agnes-Bernauer-Realschule vorgesehen. Eine konzertierte Aktion, zu der der Verein einlud, verhinderte diese unselige Idee. Damals gelang es dem Förderverein, eine Front mit ehemaligen Schülern, der Schulleitung, dem damaligen Schulreferenten Dr. Peter Menacher und dem Elternbeirat herzustellen, die konsequent und erfolgreich die Belange der Schule vertrat.

Allein die Gründungshilfen, die unser Förderverein anderen Schulen gab, verdeutlicht die Notwendigkeit und Bedeutung eines solchen Vereins. Wenn auch nicht alle Ziele, wie z. B. der Kauf eines eigenen Schullandheims, erreicht werden konnten, so ist er doch als Integrationsfaktor, Unterstützer der Schule und – wenn nötig – politisch handelnde Kraft nicht mehr wegzudenken.